Urlaub auf der Sonneninsel Fehmarn Drechselarbeiten aus einheimischen Hölzern
Urlaub auf der Sonneninsel Fehmarn Drechselarbeiten aus einheimischen Hölzern

 

Das Dorf wurde erstmals erwähnt im Waldemar-Erdbuch von 1230 als Pethaersthorp.

Im Jahre 1730 hat Petersdorf 125 Wohnhäuser, 22 Scheunen, 25 Viehställe und zehn sonstige Gebäude. Eine Liste von Gewerbetreibenden aus dem gleichen Jahr zählt folgende Berufe auf: drei Krämer, zwei Barbiere, vier Brauer, vier Schmiede, drei Glaser, ein Peltzer, ein Rademacher, 13 Schuster, zehn Schneider, vier Böttcher, fünf Drechsler, zwei Zimmerer, ein Maurer und ein Perückenmacher.

Es gab einen Bahnhof in Petersdorf, der - umgewandelt in ein Wohnhaus - noch heute in der Hauptstraße am südlichen Rand des Ortes erhalten ist. Einige Meter Gleise sind erhalten und gut zu sehen. Die zugehörige Strecke der Inselbahn ist allerdings schon seit 1956 für den Personen- und seit 1994 auch für den Güterverkehr stillgelegt.

Auf der Trasse wurde ein Radfahrweg angelegt.

In Petersdorf ist die gotische St.-Johannes-Kirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts sehenswert, die sich mitten auf einem kreisrunden und von Linden gesäumten Friedhof erhebt. Ihr Altar mit seinen vergoldeten Schnitzereien stammt aus der Zeit um 1390, neben ihm steht ein Sakramentshäuschen aus dem 15. Jahrhundert. Der weithin sichtbare Kirchturm von 1567, dessen Mauern durch außen sichtbare Eisenanker verstärkt werden, ist mit 64 m Höhe der höchste Kirchturm Fehmarns.